EHEC-Infektionen in Österreich 02.06.2011

Presseinformation

 

Flächendeckende medizinische Versorgung bei EHEC-Infektionen in Österreich gesichert

1. Juni 2011. Bislang sind in Österreich keine lokal erworbenen Infektionen mit Enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) bekannt geworden, in Deutschland nimmt die Zahl der Infektionen noch immer zu. Eine Therapiemöglichkeit zur Verkürzung des Krankheitsverlaufes bestünde im Falle von schweren Infektionen durch Plasmaaustauschbehandlungen, die in Österreich in nephrologischen Zentren angeboten werden, wie Österreichs Nephrologen (Fachärzte für Nierenerkrankungen) erklären. „Für die folgenschwere, zum Teil auch lebensbedrohliche Infektion mit EHEC gibt es keine gesicherte Therapie. Bei sehr schweren Verläufen mit Nierenbeteiligung und Blutveränderungen (sogenanntes hämolytisch urämisches Syndrom)  kann mittels Plasmaaustauschbehandlung versucht werden, den Krankheitsverlauf zu verkürzen und bleibende Schäden, wie z. B. ein dialysepflichtiges Nierenversagen zu verhindern“, so Univ.-Prof. DDr. Walter H. Hörl, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie. Daher sollten mit EHEC infizierte Patienten durch Nephrologen (Fachärzte für Nierenerkrankungen) behandelt werden. In Österreich werden diese Plasmaaustauschbehandlungen, die bei verschiedenen immunologisch bedingten Erkrankungen mit Erfolg eingesetzt werden, an nephrologischen Zentren angeboten und durchgeführt. Die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie und deren Vorsitzender Prof. DDr. Walter H. Hörl weisen darauf hin, dass bei Auftreten von  schweren EHEC-Infektionen in Österreich, eine flächendeckende medizinische Versorgung durch Fachärzte für Nierenerkrankungen mit entsprechender Therapie gewährleistet ist.

Bereits seit Ausbruch der Epidemie besteht ein enger medizinisch-wissenschaftlicher Kontakt zwischen führenden Nierenfachärzten in Deutschland und in Österreich.